Online-Vortrag: Ludwig Thoma – Ein „Rechter“ Lausbub?

Es ist nur schwer möglich in und um Dachau an Ludwig Thoma vorbei zu kommen. Bis zum heutigen Tage prägt das literarische Erbe des berühmten bayerischen Heimatdichters das Stadtbild.

Das städtische Vereins- und Veranstaltungshaus, die Festwiese und das Bier des beliebten Dachauer Volksfests, natürlich auch eine zentrale Straße und selbst eine Eiche tragen seinen Namen. Und eine kulturelle Vereinsgemeinde pflegt bis heute sein dichterisches Erbe.

Seit Ende der 1980er Jahre keimt jedoch immer wieder eine Debatte darüber auf, wie mit dem beliebten und zugleich umstrittenen Schriftsteller umgegangen werden soll. So wurde der geistige Vater des „Münchner im Himmel“, der „Lausbubengeschichten“ und das fürs Dachauer Land so wichtige Erstlingswerk „Agricola“, auch als radikaler Antisemit entlarvt, da er in seinen letzten Lebensmonaten durch rund 180 im Miesbacher Anzeiger veröffentlichten Hetzschriften, nicht einmal mehr vor dem Aufruf zum Mord zurück schreckte.

Strittig ist die These, ob Thoma sich wirklich erst aufgrund verschmähter Liebe und schwerer Krankheit zum rechtsradikalen Polemiker gewandelt hat. Bei genauerer Betrachtung erscheint der scheinbar linksliberale Satiriker schon in früheren Werken in einem anderen Licht.

Eine Voranmeldung für den Online-Vortrag mit dem Dachauer Gästeführer Matthias Schüßler am 26. August 2021 um 20 Uhr ist ab sofort unter https://stadtfuehrung-mit-matthias.sumup.link möglich. Die Zugangsdaten zum Videokonferenzsystem erhalten Sie nach erfolgreicher Registrierung einige Tage vor der Veranstaltung. Die Teilnahmegebühr beträgt 8,20 Euro* pro Person.

Themengebiete

VIDEO | HIGHLIGHTS AUS DACHAUKennen Sie schon meine Top Highlights aus Dachau?

Holen Sie sich meine Highlights und Geheimnisse,  diese kennen noch nicht einmal Dachauer Bürger.